Leben mit 4 Kindern

Ich hätte niemals gedacht, dass ich mal 4 Kinder haben würde- und dann auch noch 4 Jungs! Interessanter Weise fühle ich mich gar nicht wie eine Mutter- vielleicht liegt das daran, dass ich schon immer ein mütterlicher Typ war. Schon lange bevor ich Kinder hatte, waren immer Menschen um mich herum, um die ich mich gekümmert habe, wie heute um meine Kinder. Und wenn ich es genau betrachte, bin ich eigentlich auch nicht wirklich wie eine typische Mutter, zumindest nicht, wie wir es in unserer westlichen Welt kennen...

Schon von Anfang an versuche ich, dass meine Kinder selbstständig werden- und dies mit der engsten Nähe und Hingabe, die man einem anderen Lebewesen geben kann. Im Englischen nennt man dies “Attachment Parenting”, was so viel heisst, wie je mehr man für sein Kind da ist, desto mehr lernt es, eigene Wege zu gehen. Ganz im Gegenteil zu den alten Regeln “Verwöhn Dein Kind nicht so!”, gibt man seinem Baby alles an Aufmerksamkeit und Liebe, um dann zu sehen, wie es sich von ganz alleine recht bald abnabelt und auf eigenen Beinen steht, da es ja weiss, dass die Eltern für sie/ihn da sind und es jederzeit deren Unterstützung hat, wenn es diese braucht. Somit muss es nie um Aufmerksamkeit kämpfen und fühlt sich sicher und behütet und traut sich, auf eigene Faust das Leben zu erforschen.

Ich vertraue meinen Kindern auch vollsten, Ihre eigenen Wege zu gehen und versuche auch nicht, diese für sie zu ebnen. Natürlich freue ich mich, wenn es ihnen leicht gemacht wird und sie fröhlich durchs Leben tanzen, aber genauso bin ich auch dankbar, wenn sie mal stolpern und dadurch lernen, vorsichtiger und wachsam zu sein. Ich glaube ganz fest, dass wir unseren Kindern nur eine Stütze sein sollen und sie im Grunde Ihren eigenen Pfad alleine gehen müssen und ich hoffe, ich bin ihnen Vorbild genug, dass sie sich nicht den holprigsten aussuchen. Im Grunde sind sie mir ja sowieso weit voraus...